Local Internet Registry

Local Internet Registry (LIR)

Local Internet Registry bezeichnet eine Organisation, die von einer regionalen Internet Registry wie dem RIPE NCC autorisiert ist, IP-Adressen und Autonomous System Numbers an Endkunden oder interne Strukturen zu vergeben. Typischerweise sind Internet Service Provider oder große Unternehmen selbst als LIR registriert.

Wie funktioniert ein LIR?

Ein LIR agiert als Schnittstelle zwischen der globalen Registry und den Endnutzern:

  • Mitgliedschaft: Unternehmen werden Mitglied beim RIPE NCC.
  • Ressourcenverwaltung: Verwaltung von IPv4-, IPv6-Adressen und ASN.
  • Zuweisung: Weitergabe von IP-Ressourcen an Kunden oder interne Systeme.
  • Dokumentation: Pflege der RIPE Database.

Praxisbeispiele:

  • Provider: Vergabe von PA-Adressen an Kunden.
  • Unternehmen: Eigene LIR-Mitgliedschaft für PI-Adressen.
  • Beratung: Unterstützung bei IPv4-Transfers und IP-Management.

Vorteile:

  • Kontrolle: Eigene Verwaltung von IP-Ressourcen.
  • Flexibilität: Unabhängigkeit von Providern.
  • Direkter Zugriff: Kommunikation mit RIPE NCC.

Herausforderungen:

  • Kosten: Mitgliedsgebühren und Verwaltungsaufwand.
  • Know-how: Technisches und regulatorisches Wissen notwendig.

Verwandte Begriffe:

RIPE NCC, IP-Adresse, IPv4, IPv6, ASN, Provider Independent Adressen (PI), Provider Aggregatable Adressen (PA), RIPE Database, IP-Adress Transfer

Autor: IKTconcept Redaktion • Letzte Aktualisierung: 04. April 2026
Quelle: IKTconcept IT-Glossar, IKTconcept Startseite