Cloud Threat Modeling

Cloud Threat Modeling

Cloud Threat Modeling ist eine strukturierte Methode zur systematischen Identifikation, Bewertung und Dokumentation potenzieller Bedrohungen in Cloud-Architekturen. Ziel ist es, Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen – bereits in der Planungsphase – und wirksame Schutzmaßnahmen zu definieren.

Im Unterschied zu klassischen On-Premises-Ansätzen müssen beim Threat Modeling in der Cloud dynamische Ressourcen, API-basierte Services, Mandantenfähigkeit und geteilte VerantwortungShared Responsibility Model) berücksichtigt werden. Der Fokus liegt besonders auf Datenflüssen, Zugriffskontrolle und Fehlkonfigurationen.

Typische Schritte beim Cloud Threat Modeling:

  1. Architektur erfassen: Darstellung der Cloud-Komponenten, APIs, Datenflüsse und Zugänge
  2. Bedrohungen identifizieren: z. B. unsichere S3-Buckets, privilegierte Accounts, Shadow IT
  3. Risiken bewerten: Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadenshöhe, Entdeckbarkeit
  4. Gegenmaßnahmen ableiten: z. B. MFA, Verschlüsselung, Netzwerksegmentierung, Logging
  5. Dokumentation & Nachverfolgung: für Audits, Compliance und DevSecOps-Prozesse

Frameworks und Tools:

  • STRIDE, DREAD, PASTA – etablierte Threat-Modeling-Ansätze
  • Microsoft Threat Modeling Tool
  • OWASP Cloud-Native Security Top 10
  • Mitre ATT&CK for Cloud

Vorteile des Cloud Threat Modeling:

  • Frühzeitige Erkennung architekturbedingter Schwachstellen
  • Gezielte Absicherung komplexer Cloud-Strukturen
  • Unterstützung von DevSecOps, CI/CD und Secure Design

Verwandte Begriffe:

Cloud Security, DevSecOps, Shared Responsibility Model, API Gateway, Zero Trust, IAM, Secure Configuration