RBAC (Role-Based Access Control)

RBAC (Role-Based Access Control)

RBAC (Role-Based Access Control) ist ein bewährtes Berechtigungskonzept, bei dem Zugriffsrechte auf Basis definierter Rollen vergeben werden. Anstatt jedem Benutzer individuell Rechte zuzuweisen, werden Rollen mit bestimmten Berechtigungen definiert – z. B. „HR-Mitarbeiter“, „Entwickler“, „Admin“. Die Benutzer erhalten dann die Rolle(n), die ihrer Funktion entsprechen.

RBAC reduziert die Komplexität im Zugriffsmanagement und stellt sicher, dass nur autorisierte Benutzer Zugriff auf bestimmte Ressourcen erhalten. Es ist ein elementarer Bestandteil moderner Sicherheitsarchitekturen wie IAM, PAM und Zero Trust.

Vorteile von RBAC:

  • Effizienz: Einfaches Onboarding, Rollenänderungen und Offboarding
  • Sicherheit: Minimierung überhöhter Berechtigungen
  • Compliance: Klare Dokumentation und Nachvollziehbarkeit von Rechten

Beispiel für ein RBAC-Modell:

  • Rolle: „IT-Administrator“ – Berechtigungen: Serverzugriff, Benutzerverwaltung
  • Rolle: „Vertrieb“ – Berechtigungen: CRM-Zugriff, Berichtsgenerierung
  • Rolle: „Buchhaltung“ – Berechtigungen: Finanzsysteme, DATEV

Technische Umsetzung:

  • IAM-Plattformen (z. B. Azure AD, Okta, Keycloak)
  • Verzeichnisdienste (z. B. Active Directory mit Gruppenrichtlinien)
  • Cloud-RBAC (z. B. AWS IAM Roles, Azure RBAC)

Verwandte Begriffe:

IAM, PAM, Access Management, Zero Trust, Least Privilege, SSO, Rechteverwaltung