Vulnerability Management

Vulnerability Management (Schwachstellenmanagement)

Vulnerability Management ist ein zentraler Prozess in der IT-Sicherheit, bei dem Schwachstellen in Systemen, Anwendungen und Infrastrukturen kontinuierlich identifiziert, bewertet, priorisiert und behoben werden. Ziel ist es, Angriffsflächen zu minimieren und bekannte Sicherheitslücken rechtzeitig zu schließen, bevor sie ausgenutzt werden.

In Kombination mit Bedrohungsanalysen (Threat Intelligence) ermöglicht das Schwachstellenmanagement ein risikobasiertes Sicherheitskonzept.

Typische Schritte im Vulnerability Management:

  1. Asset Discovery: Erfassung aller relevanten Systeme
  2. Vulnerability Scanning: Automatisierte Suche nach Schwachstellen
  3. Risikobewertung: Einschätzung von CVSS-Werten und Kontextfaktoren
  4. Patchen / Mitigation: Behebung durch Updates oder Workarounds
  5. Verifikation: Prüfung der Wirksamkeit der Maßnahme

Werkzeuge für Schwachstellenmanagement:

  • Nessus, Qualys, OpenVAS, Rapid7
  • Patch-Management-Systeme (z. B. WSUS, SCCM)
  • SIEM und Threat Intelligence Plattformen

Vorteile:

  • Reduktion kritischer Angriffsvektoren
  • Erfüllung von Compliance-Anforderungen (z. B. ISO 27001, NIS2, BSI-Grundschutz)
  • Grundlage für wirksame Zero Trust Architekturen

Verwandte Begriffe:

Patch Management, CVE, Threat Intelligence, Zero-Day, Risk Assessment, Asset Management