Zero-Day

Zero-Day (Zero-Day-Schwachstelle)

Eine Zero-Day-Schwachstelle ist eine bislang unbekannte Sicherheitslücke in Software oder Hardware, für die es noch keinen Patch oder Fix gibt. Der Begriff „Zero-Day“ bedeutet, dass die Entwickler seit null Tagen über die Schwachstelle informiert sind – Angreifer können diese ausnutzen, bevor Hersteller oder Sicherheitsverantwortliche reagieren können.

Zero-Day-Exploits zählen zu den gefährlichsten Bedrohungen in der Cybersicherheit, da sie meist gezielt eingesetzt und nur schwer erkannt werden. Besonders im Fokus stehen Betriebssysteme, Browser, Office-Anwendungen, Netzwerkgeräte und Cloud-Dienste.

Typische Angriffswege:

  • Infizierte E-Mail-Anhänge oder Links (z. B. Spear-Phishing)
  • Drive-by-Downloads über manipulierte Webseiten
  • Exploit-Kits, die gezielt Schwachstellen ansteuern

Beispiele für bekannte Zero-Day-Vorfälle:

  • Stuxnet – gezielter Angriff auf iranische Urananreicherungsanlagen
  • Microsoft Exchange ProxyLogon (2021)
  • Log4Shell (2021) – Schwachstelle in der Java-Bibliothek Log4j

Schutzmaßnahmen:

  • Einsatz von EDR/XDR zur Verhaltensanalyse verdächtiger Aktivitäten
  • Regelmäßige Updates und Patch-Management
  • Threat Intelligence und Zero-Day-Schutz durch Sicherheitsanbieter
  • Netzwerksegmentierung und Least Privilege

Verwandte Begriffe:

Exploit, CVE, Patch Management, EDR, Threat Intelligence, Vulnerability, Zero Trust