Zugentlastung

Zugentlastung (bei Netzwerkkabeln)

Die Zugentlastung ist eine mechanische Sicherung, die verhindert, dass an Netzwerkkomponenten montierte Kabel durch ihr Eigengewicht, Bewegung oder unbeabsichtigtes Ziehen beschädigt werden. Sie schützt insbesondere LSA-Kontakte, RJ45-Stecker, sowie Patchpanel und Switchports vor physischen Belastungen.

Zugentlastung ist besonders wichtig bei professionellen Installationen in Netzwerkschränken, Rechenzentren oder Industrieumgebungen, wo viele Kabelstränge auf engem Raum geführt werden. Eine korrekt ausgeführte Zugentlastung erhöht die Betriebssicherheit und reduziert Ausfälle durch Kabelbrüche oder Kontaktprobleme.

Typische Varianten:

  • Kabelbinder: Zur Befestigung an Kabelführungen oder Trägerleisten
  • Snap-In-Halterungen: Für horizontale und vertikale Kabelführung
  • Kabelschellen: Bei Wandmontage oder Bodentank-Systemen
  • Einbaubare Zugentlastungsleisten: Direkt in Racks montierbar

Einsatzbereiche:

  • Patchfelder in 19-Zoll-Racks oder Etagenverteilern
  • Kabelmanagement in Technikräumen oder Serverschränken
  • Industrieverkabelung mit hoher mechanischer Beanspruchung

Vorteile:

  • Verlängerung der Lebensdauer von Netzwerkkomponenten
  • Erhöhung der Ausfallsicherheit durch minimierten Kontaktverschleiß
  • Saubere, nachvollziehbare Kabelführung im Rack

Verwandte Begriffe:

Patchkabel, LSA, Patchpanel, Kabelmanagement, Netzwerkschrank, Infrastruktur, RJ45