Zero Trust

Zero Trust

Zero Trust ist ein modernes Sicherheitskonzept, das davon ausgeht, dass kein Benutzer, Gerät oder Dienst automatisch vertraut wird – weder innerhalb noch außerhalb des Netzwerks. Stattdessen basiert der Ansatz auf dem Grundsatz: „Never trust, always verify“.

Im Gegensatz zu traditionellen Sicherheitsmodellen, die den Schutz an den Netzwerkgrenzen ansetzen (Perimeter-Security), fordert Zero Trust eine kontinuierliche Authentifizierung und Autorisierung für jeden Zugriff – unabhängig von Standort oder Quelle.

Grundprinzipien von Zero Trust:

  • Identitätszentrierte Sicherheit: Zugriff nur nach erfolgreicher Authentifizierung und Autorisierung
  • Mikrosegmentierung: Netzwerk wird in viele kleine, isolierte Zonen unterteilt
  • Least Privilege: Benutzer und Systeme erhalten nur die Rechte, die sie wirklich benötigen
  • Transparenz & Überwachung: Jede Aktivität wird protokolliert und überprüft

Vorteile des Zero Trust Modells:

  • Reduzierung der Angriffsfläche durch Abschottung sensibler Bereiche
  • Besserer Schutz bei hybriden IT-Strukturen (z. B. Cloud + On-Prem)
  • Weniger Risiko durch kompromittierte Identitäten oder Insider-Angriffe
  • Erfüllung von Compliance-Anforderungen (z. B. ISO 27001, NIS2, DSGVO)

Zero Trust im Kubernetes-Kontext:

  • RBAC: Rollenbasierte Zugriffskontrolle auf Ressourcenebene
  • NetworkPolicy: Kontrolle des Ost-West-Traffics im Cluster
  • Service Mesh: Verschlüsselter Traffic + Service-Authentifizierung
  • DevSecOps: Integration von Security in jede Phase des Deployments

Verwandte Begriffe:

Least Privilege, RBAC, NetworkPolicy, DevSecOps, Access Management, Kubernetes, CNI, MFA, Compliance, Zero Trust Kernprinzipien und Einsatzbereiche