RPO (Recovery Point Objective)
RPO (Recovery Point Objective) definiert die maximal tolerierbare Datenverlustmenge, die ein Unternehmen im Falle eines Ausfalls akzeptieren kann. Anders gesagt: RPO gibt an, wie weit der letzte funktionierende Datenstand vom Zeitpunkt des Vorfalls entfernt sein darf – typischerweise in Minuten, Stunden oder Tagen gemessen.
Ein RPO von 15 Minuten bedeutet beispielsweise, dass die letzten 15 Minuten an Datenverlust im Notfall verkraftbar sind. Dieser Wert ist entscheidend für die Backup-Strategie, Replikationshäufigkeit und Systemauslegung.
Beispielhafte RPO-Werte:
- Produktivdatenbank: RPO = 5 Minuten
- Dateiserver für Archivdokumente: RPO = 24 Stunden
- CRM-System: RPO = 1 Stunde
Einflussfaktoren auf den RPO:
- Backup-Intervall (z. B. täglich, stündlich, kontinuierlich)
- Art der Datensicherung (Snapshot, Replikation, Journaling)
- Verfügbarkeit und Kapazität der Speicherlösung
Bedeutung in der Praxis:
- Enger RPO → mehr Speicherbedarf, höhere Kosten, bessere Datenverfügbarkeit
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