Cat.7

Cat.7 / Cat.8 (Hochleistungskabel für Netzwerke)

Cat.7 und Cat.8 sind Hochleistungskabel für Ethernet-Netzwerke, die speziell für Anwendungen mit sehr hohen Datenraten und geringen Latenzen entwickelt wurden. Sie kommen vor allem in Rechenzentren, Hochgeschwindigkeitsnetzwerken und industriellen Umgebungen zum Einsatz, in denen herkömmliche Cat.6A-Verkabelungen an ihre Grenzen stoßen.

Beide Kategorien verwenden Twisted Pair mit besonders starker Schirmung (typisch: S/FTP) und erfüllen die Anforderungen für störarme und sichere Datenübertragung bei sehr hohen Frequenzen. Die normgerechte maximale Kabellänge für 10/25/40 Gbit/s-Übertragungen ist allerdings geringer als bei Cat.6A.

Technische Eigenschaften:

  • Cat.7: Bis 600 MHz Frequenz, bis zu 10 Gbit/s, max. 100 m
  • Cat.8: Bis 2000 MHz Frequenz, bis zu 25/40 Gbit/s, max. 30 m (nach ISO/IEC)
  • Starke Schirmung: Jeder Adernpaar + Gesamtschirm (S/FTP)
  • Steckverbinder: GG45 oder TERA (RJ45-kompatibel nur bei Cat.8.1)

Typische Einsatzszenarien:

  • Server-Rack-Verkabelung in Rechenzentren (Top-of-Rack-Architektur)
  • Backbone-Verbindungen im Unternehmensnetzwerk
  • Industrie 4.0 / Automatisierung mit Echtzeitanforderungen

Vorteile:

  • Sehr hohe Übertragungsraten bei geringer Störanfälligkeit
  • Geeignet für moderne 25/40G-Ethernet-Technologien
  • Ideal für Kurzstrecken mit hoher Packungsdichte

Nachteile:

  • Kürzere maximale Leitungslänge bei Cat.8
  • Höhere Material- und Installationskosten
  • Teilweise inkompatibel mit klassischem RJ45 (besonders bei TERA)

Verwandte Begriffe:

Twisted Pair, RJ45, S/FTP, Rechenzentrum, Cat.6A, Glasfaser, Patchpanel, Infrastruktur